Saarlooswolfhond Club e.V. | Navigation

Rückblick auf das Jahrestreffen vom SWH-Club am 27. / 28. August 2016 auf dem Gelände des Windhund-Rennvereins Staufen e.V. in Lorch

Am letzten Augustwochenende 2016 fand erstmals auf dem Gelände des Windhund-Rennvereins Staufen in Lorch unser alljährliches Saarlooswolfhond-Treffen statt. Es wurde maßgeblich von unserem Mitglied Mirko Blank organisiert, wofür wir uns sehr bedanken! Insgesamt waren fast 40 Helfer vom Windhund-Rennverein und der Hundeschule Familienhund & Co in verschiedenen Schichten und Aufgabenbereiche beteiligt um für ein rundum gelungenes Wochenende zu sorgen. Das Interesse am Treffen teilzunehmen war so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr und die Anmeldezahlen von 80 Personen und 80 Hunden waren beeindruckend. Mit Tagesgästen erreichten wir am Haupttag Samstag über 100 Personen und genauso viele Hunde.

Die ersten Gäste reisten schon am Donnerstagabend an, am Freitag waren wir dann schon eine nette Truppe und verbrachten einen gemütlichen Abend zusammen, wobei wir hervorragend vom Windhund-Rennverein verköstigt wurden, natürlich auch über das ganze Wochenende hinweg. Getränke und kleine Snacks und Kuchen standen tagsüber immer zu Verfügung.
Das Gelände vom Verein ist riesig mit mehreren eingezäunten Bereichen, wo man die Hunde auch mal frei laufen lassen konnte. Es war viel Platz für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile und man bekam auf Wunsch auch einen Stromanschluß. Auch eine Duschmöglichkeit für die Camper stand zu Verfügung in Form von Duschcontainern, welche vom SWH Club gemietet wurden, da das Vereinsheim vom Windhund-Rennverein noch nicht über eigene Duschen verfügt. So waren wir rundum bestens versorgt.

Hier das Gelände mit 480 m langer Rennbahn, links davon der Parkplatz Bereich, in dem wir campen durften:

Direkt am Gelände verlief der Fluß Rems (auf dem Foto oben zwischen den Bäumen entlang des Geländes), der bei der unglaublichen Hitze, die an diesem Wochenende herrschte, immer für Abkühlung sorgte – nicht nur für die Hunde, sondern auch für die Menschen. So war die Rems immer gut besucht, aber da das gesamte Ufer extra für uns gemäht wurde, konnten sich Hunde und Menschen dort auch gut verteilen und jeder fand ein schattiges Plätzchen.

Yasha und Enya hatten besonders Spaß, vom Ufer mit großem Karacho in die Rems zu springen oder am Ufer entlang zu rennen und zu toben – auf folgendem Video zusammen mit Lucan (Lucan Kadin van de Kilstroom) von Mirko:



Bildergalerie: Fotoalbum von der Rems:
2016.08.27_SWH_Treffen_Lorch_Rems


Nach dem Frühstück am Samstagmorgen startete auch schon das erste Event: Ein Jederhundrennen auf der Windhundrennbahn! Was für ein Gaudi! Aufgrund der Hitze, die auch schon morgens zu Genüge herrschte, haben wir auf einen Probelauf verzichtet. Die Strecke war 80 m lang, die Hunde durften aber auch weiter rennen, wenn sie wollten. Jemand hielt den Hund am Start fest und eine Bezugsperson stand hinter dem Ziel, um den Hund nach dem Start anzufeuern und zu rufen, damit er auch weiß, wohin die Reise gehen soll. Es durften auch mehrere Hunde gleichzeitig starten, es war dann aber schwieriger festzustellen, in welcher Reihenfolge sie durch das Ziel rannten. Aber auch dies gelang nachträglich durch Videoaufnahmen, die am Ziel gemacht wurden. Die Zeit wurde exakt mit einer Lichtschranke gemessen. Sehr professionell das alles!
Vom Start weg wurde ein „falscher Hase“ von einem Seilzug gezogen, welcher über der Rennbahn angebracht war. Eigentlich sollte es die Aufgabe der Hunde sein, dem „Hasen“ hinterherzurennen, ihn zu „jagen“. Bei manchen Hundebesitzern machten sich Bedenken breit, ob das nicht den Jagdtrieb fördere? Aber das erwies sich schnell als unbegründet. Denn es gab tatsächlich nur einen einzigen Hund, der dem „Hasen“ eine halbe Bahn hinterher rannte, d.h. ca. 200 m, nämlich Enisha. Und das auch nur, weil sie einen Fehlstart hatte (sie rannte zu früh los) und deswegen als einziger Hund zweimal gestartet ist und somit eine Art „Probelauf“ hatte. Dazu kommt bei Enisha, daß sie sich nicht vom Seilzug oder Publikum ablenken ließ, was doch für die meisten Hunde eine große Ablenkung war und manch einen verunsicherte.
Die Saarlooswolfhonden waren erwartungsgemäß nicht die Schnellsten auf der Rennbahn – der eine schlenderte gemütlich dahin und schaute sich alles in Ruhe an, schnupperte mal da und mal dort. Der andere hatte Frauchen oder Herrchen hinter dem Ziel fest im Blick und lief im forschen Schritttempo dahin ;). Dann gab es noch diejenigen, die gar wieder umdrehten oder im Zick Zack über die Bahn liefen. Dies sorgte beim Publikum natürlich für viel Gelächter, der Anblick war einfach zu amüsant und so typisch für unsere Rasse! Es gab aber doch auch ein paar Hunde, die es eilig hatten, zu Frauchen oder Herrchen zu kommen und tatsächlich in den Galopp verfallen sind und ein beachtliches Tempo erreichten! Man sah aber doch den Unterschied zu den anderen Rassen und Mixe, die auch gestartet sind, denn die waren meist deutlich zielstrebiger ;). Und so gewann Heike mit ihrem gemischten 4er Rudel das Rennen, auch wenn ihre SWH Hündin Aska die langsamste vom Rudel war. Ihre Mischlingshündin Sunny war mit einer Zeit von 5,85 Sekunden der schnellste Hund am Tag von insgesamt 39 Hunden, die gestartet sind! Schnellste SWH Hündin war Enisha (Enisha Ev Una Neshoba) von Anke mit einer Zeit von 6,59 Sekunden! Besonders stolz bin ich auf unsere Timish (Anevay Timish Una Neshoba), die mit 7,78 Sekunden und ihrem Alter von 9 ½ Jahren den 10. Platz belegt hat und von unserem eigenen 4er Rudel die Schnellste war (letzteres habe ich nicht anders erwartet ;) ). Und das möchte ich doch auch noch erwähnen: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, denn Timish’s Sohn Amak (Chesmu Amak Pimpf Una Neshoba) belegte den 9. Platz mit 7,51 Sekunden .
Es war ein tolles Erlebnis und ich hoffe, wir können das nächstes Jahr wiederholen! Vielleicht weiß der eine oder andere Hund dann sogar, um was es geht. Und wenn das Wetter es zulässt, vielleicht sogar mit Probelauf.

An dem Tag war auch der professionelle Fotograf Armin Hauke (http://www.picturegrafie.de/) zu Gast. Er hat Einzel-Fotoshootings angeboten, die man bei ihm im Vorfeld für diesen Tag buchen konnte. Armin war ausgebucht und damit den ganzen Tag beschäftigt, er hat aber immerhin morgens beim Rennen in einer kleinen Pause ein paar Fotos gemacht. Er hat mir diese Fotos freundlicherweise zu Verfügung gestellt, vielen Dank dafür! Die Fotos sind im folgenden Fotoalbum dabei, erkennbar am Wasserzeichen von Armin – die restlichen Fotos sind von mir:

Bildergalerie: 2016.08.27_SWH_Treffen_Lorch_Rennen

Ergebnisse des Rennens mit Platzierung:



Nach dem anschließenden leckeren Mittagessen und ausreichend Pause, um sich in der Rems abzukühlen, spazieren zu gehen, zu quatschen oder zu chillen, begann das Nachmittagsprogramm. Mirko’s Hundeschule „Familienhund & Co“ machte eine tolle Vorführung von allerlei Tricks und Gehorsamkeitsübungen mit ihren Hunden. Es war sehr interessant zuzuschauen, da wurden z.B. von einem Hund sogar Socken von der Wäscheleine abgehängt. Das Ganze wurde von Mirko (mit Mikrophon) moderiert.

Nach dieser Vorführung galt es dann, selber mitzumachen bei einem Spaßturnier, welches sich Mirko ausgedacht und auch wieder moderiert hat, wenn er nicht gerade selber dran war. Es wurden 8 Teams gebildet mit jeweils 5 Hunden (die Anzahl der Personen im Team war nicht festgelegt), die dann zusammen ein Team bildeten. Die einzelnen Teams sind dann nacheinander gegeneinander angetreten bei verschiedenen „Spaßübungen“. Für jede Übung gab es eine bestimmte Punktezahl und es gab auch Strafpunkte, wenn etwas nicht geklappt hat. Den Hund, mit welchem man die Übung machen wollte, durfte frei aus den Team-Hunden ausgewählt werden. Wie schon am Morgen beim Jederhundrennen zeigten unsere SWHs mal wieder typische Verhaltensweisen, die zum Lachen und zum Schmunzeln anregten. Die Geheimwaffen und Streberhunde waren mal wieder Schäferhund & Co ;). Also überraschte es nicht, als schon wieder Heike – diesmal zusammen mit Mirko und Lucan – mit ihrem 4er Rudel und Lucan den ersten Platz absahnte ;). Aber sie haben es auch einfach super gemeistert, das kann man neidlos anerkennen. Die Übungen waren:

1) Wasser balancieren: Der Hundeführer bekam einen Wasserbecher in die Hand und um denselben Arm die Leine seines Hundes. Die Aufgabe war es, eine kurze Strecke vom Startpunkt bis in das Ziel zu laufen und trotz Hund am „Wasserbecherarm“ kein Wasser zu verschütten. Gar nicht so einfach!

2) blinde Kuh: Der Hundeführer bekam ein Tuch um den Kopf gebunden und war somit blind. Eine andere Person aus dem Team war der „Dirigent“ und durfte mit Kommandos wie „rechts“ / „links“ / „vorwärts“ etc. dem Hundeführer mit seinem Hund an der Leine den Weg durch einen Slalom bis in das Ziel weisen.

3) Würstchen fangen: Der Hund musste sich hinter eine Linie setzen und dort bleiben. Eine Person aus dem Team musste dem Hund aus einigen Metern Entfernung ein Wurststückchen zuwerfen. Der Hund musste sitzen bleiben, bis das Wurststückchen in der Luft war und musste es dann fangen.

4) Ball werfen: Der Hund musste hinter einer Linie Platz machen und liegen bleiben während eine Person aus dem Team 5 Bälle nacheinander in eine runde Wanne, die einige Meter entfernt stand, werfen musste.

5) Hürden springen: Der Hundeführer musste zusammen mit seinem Hund über mehrere Hürden springen, ohne die Stangen zu werfen.

Es machte sehr viel Spaß mitzumachen und es gab sehr viel zu Lachen !

Bildergalerie: Fotoalbum vom Samstagnachmittag:
2016.08.27_SWH_Treffen_Lorch_Vorführung_Wettbewerb


Tagsüber war auch die Presse anwesend von der Rems-Zeitung. Schon am Montag nach diesem Wochenende war ein Bericht über unser Treffen in der Tageszeitung, es gab aber auch schon vor dem Treffen auf Initiative von Mirko einen Vorbericht zu unserem Treffen. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion dürfen wir beide Artikel veröffentlichen:

Vorbericht zu unserem Treffen:
Rems-Zeitung - Ausgabe 197 vom 25. August 2016
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Rems-Zeitung,
Paradiesstraße 12, 73525 Schwäbisch Gmünd:

Bericht über unser Treffen:
Rems-Zeitung - Ausgabe 200 vom 19. August 2016
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Rems-Zeitung,
Paradiesstraße 12, 73525 Schwäbisch Gmünd:

Hier noch ein Video vom Samstagnachmittag um einen Eindruck zu bekommen, wieviele Menschen zu Gast waren:


Nach einer längeren Pause gab es dann auch die Siegerehrung für das Jederhundrennen und das Spaßturnier. Jeder Teilnehmer bekam eine schöne Urkunde für jeweils das Rennen und das Spaßturnier als kleine Erinnerung. Darüber hinaus gab es natürlich für die ersten Plätze Preise in Form von Spielsachen für die Hunde und jeder bekam Leckerlies für seinen Hund. Bei der Preisverleihung der vorderen Plätze für beide Wettkämpfe beschlich die Zuschauer immer wieder ein „Déjà-vu“ Erlebnis, wurde doch der Name „Heike“ immer und immer wieder aufgerufen ;). Aber es war kein Irrtum – denn Heike sahnte mit ihren Hunden bei beiden Wettkämpfen alle vorderen Plätze ab. An dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch an die wohlverdiente Siegerin . Nun konnte der gemütliche Teil beginnen, welcher mit einem sehr guten Abendessen den Anfang machte. Die Stimmung war hervorragend und fand ihren Höhepunkt am Abend beim Lagerfeuer, denn dieses wurde von Carsten, dem 2. Vorsitzenden vom Windhund-Rennverein, mit Gitarre und Gesang begleitet. Klassiker wie „Let it Be (The Beatles)“ oder „Take Me Home, Country Roads (John Denver)“ verleiteten gut 50 Menschen rund um das Lagerfeuer zum Mitsingen, zumal Carsten mit voller Inbrunst und unwahrscheinlich tollem Gefühl und einer Stimme, die unter die Haut ging, sang. Dies war mein persönliches Highlight von diesem Wochenende! Danke an Carsten hierfür!
Wir saßen bis tief in die Nacht am Lagerfeuer und führten interessante und lustige Gespräche, bis wir vor Müdigkeit fast umgefallen sind.

Hier noch ein Video mit dem Gesang von Carsten:



Bildergalerie: Fotoalbum vom Lagerfeuer:
2016.08.27_SWH_Treffen_Lorch_Lagerfeuer


Am Sonntagmorgen machten wir eine schöne Wanderung von etwa 2 Stunden, welche fast immer durch einen schattigen Wald führte und es auch mehrere Möglichkeiten für die Hunde gab, sich in einem Bach abzukühlen. So war das gut machbar trotz Sommerhitze. Nicht alle sind mitgelaufen, da manche doch lieber an und in der Rems mit ihren Hunden die Zeit verbrachten und lieber einen Gang zurückgeschaltet haben.
Nach dem Mittagessen fand dann die Jahreshauptversammlung vom SWH Club statt, welche sehr produktiv war mit vielen, konstruktiven Diskussionen. Es wurde eine neue Satzung verabschiedet, es gab viele neue Ideen und wir durften uns über sage und schreibe 16 neue Mitglieder freuen!
Nach der JHV wurden wir von einem Unwetter überrascht, welches urplötzlich kam! Wir mussten die Pavillons von Anke und Achim mit mindestens 8 bis 10 Personen (ich habe nicht gezählt) festhalten und dabei unser ganzes Körpergewicht einsetzen, damit sie nicht davon wehten. Es stürmte und regnete unglaublich und wir wurden alle klitschnass. Doch das hielt nur ein paar Minuten an, dann beruhigte es sich und schon ein paar Minuten später war der Himmel wieder wolkenlos und strahlend blau, die Sonne schien als wäre nichts gewesen. Nur die nassen Haare, T-Shirts und Hosen erinnerten noch daran.

Viele sind an diesem Abend bereits nach Hause gefahren, doch eine schöne Truppe ist noch geblieben. Diesmal bestellten wir Pizza bei einem Lieferservice, da die fleißigen Helfer vom Windhund-Rennverein in den wohlverdienten Feierabend gingen, haben sie doch genug für uns das ganze Wochenende geschuftet und uns mit leckerem Essen von morgens bis abends verwöhnt. Wir verbrachten auch diesen Abend gemütlich am Lagerfeuer doch die Müdigkeit machte sich diesmal schon etwas früher bemerkbar als am Vorabend.

Bildergalerie: Fotoalbum vom Sonntag:
2016.08.28_SWH_Treffen_Lorch


Und schon brach der letzte Tag an und nach einem ausgiebigen Frühstück machte sich Aufbruchstimmung breit, die aber noch bis zum Nachmittag anhielt, weil man sich doch noch „verquatschte“ und einfach nicht loskam. Einigen kam das Treffen viel zu kurz vor – denn die Zeit ist wie im Fluge vorbeigegangen! Es war ein absolut gelungenes Treffen auf einem riesigen, bestens geeigneten Gelände und einem unglaublich tollen, engagierten Helfer- und Organisationsteam. Meinen besonderen Dank möchte ich an Mirko Blank aussprechen, der das Treffen maßgeblich organisiert hat! Es war das beste Treffen seit Langem (vielleicht überhaupt?) und das kam nicht nur aus meinem Munde, sondern dieser Meinung waren ganz viele Teilnehmer.
Auch möchte ich besonders den vielen Helfern vom Windhund-Rennverein danken, besonders den Vorständen Rainer Ehmann und Carsten Klieme, die uns ermöglicht haben, das Gelände zu nutzen. Auch die Mitglieder der Hundeschule „Familienhund & Co“ haben viel geleistet, nicht zuletzt die tolle Vorführung am Samstag. Alles war super organisiert, die Wettkämpfe erforderten viele Helfer und Vorbereitungen und es gab immer sehr gutes selbstgekochtes Essen sowie Kuchen und Snacks praktisch rund um die Uhr.

Wir hoffen, daß wir unser Treffen nächstes Jahr wieder in Lorch machen dürfen und freuen uns schon darauf!

Links:
http://www.wrv-staufen.de
http://www.familienhundundco.de/

…geschrieben von Carmen Tischler am 15. Oktober 2016
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