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Animal Messe in Stuttgart am 14. November 2015

geschrieben von Anke Lohausen und Anna Pleyer

Auch dieses Jahr besuchten wir (Anke und Anna) mit Dante und Enisha Una Neshoba die Tiermesse auf dem Stuttgarter Messegelände am Flughafen.
Selbstverständlich verlief alles anders als geplant. Was wäre denn auch ein Plan, wenn er tatsächlich so funktionieren würde. So suchte man völlig panisch den Impfpass, verfuhr sich auf dem Weg zum Treffpunkt und steckte an jeder Ampel bei Rot fest. Endlich schafften wir es uns zu treffen und gingen erstmal gemeinsam eine gute Stunde spazieren um die Hunde etwas auszulasten und ihnen die Möglichkeit zu geben sich zu entleeren und zu spielen. Danach packten wir beide in ein Auto und fuhren zur Messe. Ab durch den Eingang und Eintrittskarten gekauft. Es war wiedermal so unglaublich spannend für Dante und Enisha. Es gab soooooo viele Hunde zu beschnüffeln und Menschen kennen zu lernen. Natürlich schafften wir es keine zwanzig Meter ohne auch nur einmal angesprochen zu werden. „Sind das Huskys?“, „Das sind Wölfe oder?“, „Darf ich Fragen was das für eine Rasse ist?“, „Die sind ja so schön“, „Einfach toll. Wie Wölfe. Die sehen aus wie Wölfe“, „Sind die schwer zu erziehen?“, „Was kosten solche Hunde?“, „Sind sie geeignet für den Schutzdienst?“, „Wie sind die vom Wesen her?“, usw. Während wir Menschen unserer selbst auferlegten Pflicht, der Aufklärung, nachkamen, genossen die Beiden die Aufmerksamkeit. Dante zwar etwas reservierter, aber Enisha umso offener. Schließlich könnte es ja etwas zu Fressen geben. Um seiner Halbschwester in nichts nachzustehen, taute auch Dante langsam auf und schloss neue Freundschaften mit ein paar „Auserwählten“, die völlig stolz darauf waren, dass sie den etwas zurückhaltenderen Rüden streicheln konnten. Enisha genoss derweilen sichtlich die Aufmerksamkeit und ließ sich ausgiebig streicheln und knuddeln.
Da wir ja eigentlich nicht rein zur Rasseaufklärung zur Animal gefahren sind, sondern auch um einzukaufen, liefen wir Gang nach Gang ab. Nunja, was soll ich sagen, es war so spannend, dass beide völlig vergaßen wie man anständig an der Leine läuft. Aber wem kann man es verdenken, wenn überall Hunde zum Anschnüffeln, zum Spielen oder zum blöd Anschauen sind. Blöd angeschaut haben sich die Beiden vor allem die Hunde, die laut kläffend und bellend an uns vorbei gezerrt wurden. Zum Glück sind Enisha und Dante sehr entspannt und daher ließen sie sich überhaupt nicht beeindrucken. Die schönsten Momente auf der Messe erlebten wir, als wir am Rasseinfostand der Elos ankamen. Die Menschen dort sprachen uns an und wir blieben dort gut eine halbe Stunde. In Gespräche vertieft, während Enisha und Dante mit den Elos spielten. Alles war friedlich und wundervoll mit an zu sehen. Außerdem haben wir herausgefunden, dass Elos unglaublich plüschig sein können. Fast wie Wolken!
Einen kurzen Schockmoment gab es allerdings auch. Das Tierheim Stuttgart sprach uns an, ob sie Fotos unserer Hunde machen könnten. Sie arbeiten mit einem Unternehmen zusammen, machen Fotos und für jedes geschossene Bild spendet das Unternehmen an das Tierheim. Ich dachte mir „ach wieso nicht versuchen“ und versuchte Dante auf dem dafür vorgesehenen Podest zu stellen. Es wäre auch soweit gut gewesen, wäre da nicht so ein großer Blitzlichtverstärker gestanden, der auch noch Blitzgeräusche gemacht hat, als die Photographin abdrückte. Nun ja, mal nicht aufgeben und einen neuen Versuch gestartet. Dieser wäre auch fast geglückt, hätte der Mitarbeiter der Firma, für die das Tierheim Stuttgart die Fotos gemacht hat, nicht just in diesem Moment den Vorzeigestaubsauger eingeschalten, als Dante vorbei lief. Husch, raus war er aus dem Halsband und ich stand kurz ohne Hund da. Nur gut, dass Dante sehr souverän ist und er nur ein bis zwei Meter weg ist. Ich konnte ihn ohne Probleme verbal stoppen und wieder anleinen. Was lernen wir? Keine Fotos auf der Messe machen lassen, wenn jemand einen Staubsauger daneben anschaltet. Es ist alles gut gegangen und der Schockmoment war auch sofort wieder vorbei. Schließlich spielten die Zwei nachher zusammen auf der Spielwiese, dem Hundelöseplatz und knüpften neue Freundschaften mit anderen Hunden. So ist das eben mit dem Saarloos. Ein kurzer Moment und danach ist es wieder gut. Vor allem, wenn man spielen darf!
Unser Fazit: Wir gehen immer wieder sehr gerne auf die Animal, auch wenn es für uns super anstrengend ist. Aber sowohl Dante als auch Enisha machen ihre Sache super!



Weiter ging es mit der IRAS in Karlsruhe am 15. November 2015

Geschrieben von Carmen Tischler

Am darauffolgenden Tag fand die internationale Rassehundeausstellung in Karlsruhe statt. Auch diesmal waren Anke und Anna mit ihren Hunden mit von der Partie. Enisha und Enya (E-Wurf Una Neshoba) waren in der Zwischenklasse Hündinnen gemeldet, da dies eine Voraussetzung für die Zuchtzulassung ist. Anna und Dante waren als „Begleitschutz“ dabei, weiterhin auch Katja Weil mit ihrem 4er Rudel Aika, Newa, Lulu und die kleine Cara (gerade mal 4 Monate alt – ein gutes Training für die Sozialisierung so eine Ausstellung). Mein Mann Wilfried und ich hatten natürlich nicht nur Enya mitgenommen, sondern wie immer unser komplettes Rudel, also auch Timish, Shaya und Yasha. So waren wir eine nette Truppe mit zehn SWHs, die alle auf einem Haufen am Ring lagen und viel Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zogen, sieht man bei anderen Rasse doch so ein Bild von zehn eng aneinander liegenden Hunden eher selten. So ergaben sich sehr viele Gespräche, in die wir abwechselnd verwickelt wurden. Das Interesse an unseren Hunden bzw. an der Rasse Saarlooswolfhond war sehr groß und wir fungierten praktisch schon als Infostand – denn die Anzahl der fragenden Menschen und Gesprächen stand einem Tag an einem Rasse-Infostand in nichts nach. Besonders Kinder und ältere oder behinderte Menschen fanden viel Freude daran, unsere Hunde zu streicheln und Leckerlies zu verteilen. Schon früher als gedacht ging das Richten los. Es waren insgesamt fünf SWHs gemeldet und bevor wir in den Ring mussten, wurden zuerst zwei Rüden gerichtet. Dann waren Anke und ich mit Enya und Enisha dran, aber wie erwartet ging das sehr gut, denn die zwei Jungspunde zeigen sich bis dato sehr offen und das mögen die meisten VDH Richter bekanntermaßen – das typisch reservierte Verhalten des SWH wird von VDH Richtern meist weniger toleriert und oftmals sogar abgewertet, was natürlich nicht im Sinne der Rasse ist. Enya wollte zwar irgendwann wieder zu ihrem Rudel und zum Herrchen, welche außerhalb vom Ring in Sichtweite waren (vielleicht ein Fehler), aber die Annäherung des Richters war ihr völlig egal, auch als er selbst Hand anlegte und ihre Zähne ohne meine Mithilfe anschaute. Gelaufen ist sie prima, ebenso Enisha. Nur Enisha war die Annäherung des Richters nicht egal – sondern sie fand das toll und begrüßte den Richter freundlich wedelnd, denn man weiß ja nie, ob der fremde Mann ein Leckerlie in der Tasche hat ;). Dem Richter hat das Verhalten wohl wie erwartet gut gefallen, was auch im Richterbericht Erwähnung fand. Das Ergebnis war letztendlich ein V1 für Enya und ein V2 für Enisha mit diversen Champion-Anwartschaften. Wir waren sehr zufrieden damit!
Ich war sehr überrascht, als nach dem Richten plötzlich Frau Bannach (auch Richterin beim VDH) zu uns außerhalb des Rings herkam und zu mir sagte "Es ist mir ein Bedürfnis vom Richtertisch aufzustehen um hierherzukommen und Ihnen ein ausdrückliches Lob für Ihre Hunde auszusprechen!"...ich schaute sie erstaunt an und dann erzählte sie mir, dass sie uns und unsere Hunde schon eine Weile auch außerhalb des Ringes beobachte. Abgesehen davon, dass sie auch im Ring sehr begeistert von unseren Hunden war, wäre sie sehr beeindruckt davon, wie sich unsere Hunde außerhalb des Ringes verhalten und wie wir sie behandeln. Dabei zeigte sie auf Shaya und meinte, dass diese Hündin immer so entspannt daliegt und lobte auch die anderen Hunde, die viel Kontakt mit fremden Menschen aufgenommen haben (naja, Enisha und Enya sind dauernd am Betteln bei all den Leuten, die vorbeikommen). Sie meinte dann abschließend "Genauso mag ich den Saarloos und das musste ich mal loswerden!". Das hat uns natürlich sehr gefreut, so ein dickes Lob zu bekommen.
So endete irgendwann dieser anstrengende Tag, welcher aber auch sehr schön war, da wir einfach viel Spaß und schöne Gespräche hatten.

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